Nach Infekten
Brain Fog tritt häufig nach Infektionen auf, besonders im Rahmen von Long COVID.
Wieder klar denken, den Faden halten und am Ende des Tages noch Energie haben – klingt für die einen relativ unbedeutend und für die anderen nach einem schier unerreichbaren Ziel. Wenn aber die Ursache des „Nebels im Kopf“ erkannt ist, lässt er sich häufig wieder lichten. Viele Menschen kennen das Gefühl, dass das Denken zäh wird, Wörter fehlen und selbst einfache Aufgaben Kraft kosten. Oft hören sie dann, das sei nur Stress. Als erfahrene Neurologin in Düsseldorf nehme ich diese Beschwerden ernst und suche mit Ihnen gezielt nach dem, was dahintersteckt.

„Brain Fog“, auf Deutsch Gehirnnebel, ist keine eigenständige Diagnose. Der Begriff beschreibt eine Reihe kognitiver Beschwerden: Konzentrationsprobleme, verlangsamtes Denken, Wortfindungsstörungen und geistige Erschöpfung. Betroffene beschreiben es oft so, als läge ein Schleier über dem Denken.
Bekannt geworden ist der Begriff vor allem durch Long COVID. Brain Fog kann aber ganz unterschiedliche Ursachen haben, von Infekten über hormonelle Veränderungen bis zu Schlafproblemen, Stress oder Erkrankungen des Nervensystems. Auch Medikamente können als Nebenwirkung dazu beitragen.
Die gute Nachricht: Anders als bei einer Demenz bilden sich die Beschwerden häufig zurück, wenn die Ursache behandelt wird. Deshalb lohnt sich eine sorgfältige Abklärung.
Viele Menschen bemerken die Beschwerden erstmals nach einer Infektion, besonders häufig nach COVID-19. Kognitive Einschränkungen gehören zu den am häufigsten berichteten Langzeitfolgen und können Wochen oder Monate nach der eigentlichen Erkrankung anhalten.
Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie empfiehlt, dass Menschen mit kognitiven Veränderungen nach COVID-19 neurologisch untersucht werden. Dabei geht es auch darum, andere Ursachen sicher auszuschließen. Ein standardisiertes Screening für Gedächtnis und Konzentration ist dafür ein wichtiger Baustein. Ich habe eine Zertifizierung für ein solches Verfahren und setze es in meiner Praxis ein.
Brain Fog tritt häufig nach Infektionen auf, besonders im Rahmen von Long COVID.
Hormonschwankungen, zum Beispiel in den Wechseljahren, können Konzentration und Gedächtnis beeinflussen.
Schlafprobleme und anhaltende Belastung gehören zu den häufigen Auslösern.
Ängste und Depressionen können Konzentration, Gedächtnis und Denktempo deutlich beeinträchtigen.
Ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, deren Beginn und mögliche Zusammenhänge, etwa mit einem Infekt, der Lebensphase oder Medikamenten.
Ein standardisiertes Screening für Gedächtnis und Konzentration, Fragebögen zu Schlaf und Konzentration, Laboruntersuchungen über unsere Kooperationspartner und bei Bedarf eine ausführliche neuropsychologische Testung in Zusammenarbeit mit einer Neuropsychologin.
Ein Behandlungsplan, der bei den gefundenen Ursachen ansetzt, ob Schlaf, Hormone, Stimmung oder eine zugrunde liegende Erkrankung.
Ist eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen, können Sie selbst viel für Ihre geistige Leistungsfähigkeit tun. Schlaf, Bewegung, Ernährung und der Umgang mit Stress sind dafür entscheidend. Genau hier setzt mein Mentoringprogramm an: Über mindestens drei Monate begleite ich Sie mit wöchentlichen 1:1-Terminen per Video oder vor Ort und entwickle mit Ihnen Routinen, die Ihr Gehirn stärken. Das Programm ergänzt die ärztliche Abklärung, ersetzt sie aber nicht.
Sie müssen sich nicht daran gewöhnen, dass Ihr Kopf nur noch auf halber Kraft läuft. Ich stehe Ihnen bei der Diagnostik und Behandlung von Brain Fog in Düsseldorf zur Seite. Vereinbaren Sie einen Termin direkt online oder melden Sie sich telefonisch bei mir unter 0176 – 2017 1833.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir gern, ich antworte persönlich.
Zum KontaktNein, es ist ein Sammelbegriff für kognitive Beschwerden. Hinter Brain Fog können ganz unterschiedliche Ursachen stecken, die sich oft gut behandeln lassen.
In der Regel nicht. Brain Fog betrifft vor allem Aufmerksamkeit, Denktempo und Erschöpfung, häufig im Zusammenhang mit Stress, Schlaf oder Infekten. Bei neuen oder zunehmenden Beschwerden ist eine Abklärung trotzdem sinnvoll.
Ja, durchaus. Ängste und Depressionen können Konzentration, Gedächtnis und Denktempo deutlich beeinträchtigen. Wird die Ursache behandelt, bessern sich oft auch die kognitiven Beschwerden.
Die Beschwerden lassen sich mit herkömmlichen Tests derzeit nicht immer gut abbilden. Ein unauffälliger Test bedeutet deshalb nicht, dass Ihre Beschwerden eingebildet sind.
Kostenfrei: ein neurologisches Thema verständlich erklärt, dazu Termine, Vorträge und Neues zu Buch und Online-Kursen.