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Schwerpunkt Kopfschmerzen

Spannungs­kopf­schmerzen-Behandlung in Düsseldorf

Wieder mit klarem Kopf durch den Tag gehen, ohne dass ein dumpfer Druck Sie begleitet: Beim Spannungskopfschmerz lässt sich oft schon mit gezielten Maßnahmen viel erreichen, häufig auch ohne Tabletten. Er ist die häufigste Kopfschmerzform überhaupt und wird gerade deshalb oft unterschätzt. Wenn er Sie regelmäßig ausbremst, lohnt sich ein genauer Blick. In der Sprechstunde in meiner Praxis für Neurologie in Düsseldorf nehme ich mir Zeit, Ihre Kopfschmerzen sicher einzuordnen und gemeinsam mit Ihnen einen Weg zu finden, der in Ihren Alltag passt.

Prof. Dr. med. Anke Lührs in weißem Kittel mit Brille, den Blick nach unten gerichtet

Was den Spannungskopfschmerz ausmacht

Typisch ist ein dumpf-drückender oder ziehender Schmerz auf beiden Seiten des Kopfes. Viele beschreiben ihn wie ein zu enges Band oder einen Helm. Die Intensität ist leicht bis mittelstark, und anders als bei der Migräne verstärkt normale körperliche Aktivität die Beschwerden nicht. Übelkeit gehört nicht dazu. Eine Episode kann eine halbe Stunde, aber auch mehrere Tage dauern.

Man unterscheidet die episodische Form, die gelegentlich oder an bis zu 14 Tagen im Monat auftritt, von der chronischen Form an 15 oder mehr Tagen im Monat über mehr als drei Monate. Gerade wer häufig betroffen ist, sollte die Kopfschmerzen ärztlich einordnen lassen.

Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht jeder häufige Kopfschmerz ist ein Spannungskopfschmerz. Migräne, ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch und andere Ursachen müssen erkannt werden, denn sie werden anders behandelt.

Typische Merkmale

  • Beidseitig, drückend-ziehend
  • Leichte bis mittlere Stärke
  • Keine Verstärkung durch Alltagsbewegung
  • Keine Übelkeit
  • Dauer von 30 Minuten bis zu mehreren Tagen

Was wirklich hilft und warum Tabletten nicht die einzige Antwort sind

Gegen gelegentliche Spannungskopfschmerzen greifen viele zu einer Schmerztablette. Das ist zunächst in Ordnung. Werden Schmerzmittel aber zu häufig genommen, können die Kopfschmerzen sogar häufiger werden – der sogenannte Medikamenten­über­gebrauchs­kopf­schmerz. Deshalb setzt eine gute Behandlung früher an.

Die aktuelle neurologische Leitlinie empfiehlt vor allem nicht-medikamentöse Maßnahmen: regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining, gezielte Übungen für die Nackenmuskulatur, Physiotherapie sowie Entspannungsverfahren und Stressbewältigung. Am wirksamsten ist oft die Kombination mehrerer Bausteine. Auch für die akute Situation gibt es eine Alternative zur Tablette: Pfefferminzöl, großflächig auf Stirn und Schläfen aufgetragen.

Bei der chronischen Form kann zusätzlich eine vorbeugende medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Ob das für Sie zutrifft, besprechen wir gemeinsam.

Was Sie selbst tun können

  • Regelmäßige Ausdauerbewegung
  • Übungen zur Dehnung und Kräftigung des Nackens
  • Entspannungsverfahren erlernen
  • Pfefferminzöl als Akutmaßnahme
  • Schmerzmittel nur an wenigen Tagen im Monat

Häufige Auslöser & Einflussfaktoren

Stress & Anspannung

Dauerhafte Belastung gehört zu den häufigsten Faktoren, die Spannungskopfschmerzen auslösen oder verstärken.

Haltung & Nacken

Muskuläre Fehlbelastung, etwa durch langes Sitzen in einer Haltung, kann die Beschwerden begünstigen.

Infekte

Auch fieberhafte Infekte gehören zu den bekannten Auslösern.

Häufige Schmerzmittel

Werden Akutmittel zu oft genommen, können die Kopfschmerzen häufiger werden.

So gehen wir die Behandlung an

01

Einordnen

Ausführliches Gespräch, Kopfschmerztagebuch und neurologische Untersuchung, um die Form sicher zu bestimmen. Weitere Untersuchungen veranlasse ich nur, wenn sich Hinweise auf andere Ursachen ergeben.

02

Auslöser reduzieren

Bewegung, Stressbewältigung und Übungen für die Nackenmuskulatur: Nicht-medikamentöse Ansätze bilden die Basis der Behandlung.

03

Gezielt behandeln

Ein bewusster Umgang mit Akutmitteln und, bei chronischem Verlauf, eine abgestimmte vorbeugende Therapie.

Begleitung auf Ihrem Weg

Viele Maßnahmen gegen Spannungskopfschmerzen wirken vor allem dann, wenn sie dauerhaft Teil des Alltags werden. Diese Gewohnheiten helfen dabei:

  • Kopfschmerztagebuch führen: Notieren Sie Tage, Stärke und mögliche Auslöser. So werden Muster sichtbar, und Fortschritte lassen sich erkennen.
  • In Bewegung bleiben: Regelmäßige Ausdauerbewegung wirkt vorbeugend. Wichtiger als Höchstleistung ist dabei, dass Sie dranbleiben.
  • Den Nacken entlasten: Wechseln Sie bei langem Sitzen regelmäßig die Haltung und bauen Sie Übungen zur Dehnung und Kräftigung in den Alltag ein.
  • Bewusst entspannen: Ein erlerntes Entspannungsverfahren hilft, Anspannung früher wahrzunehmen und abzubauen.
  • Schmerzmittel gezielt einsetzen: Nehmen Sie Akutmittel nur an wenigen Tagen im Monat.

Wer Stress langfristig in den Griff bekommen möchte, braucht oft mehr als gute Vorsätze. Für Menschen, die ihre Gesundheit nachhaltig stärken wollen, biete ich deshalb ein individuelles Mentoringprogramm an. Über mindestens drei Monate begleite ich Sie mit wöchentlichen 1:1-Terminen per Video oder vor Ort und persönlichem Messenger-Support zwischen den Terminen. Gemeinsam entwickeln wir alltagstaugliche Routinen für Stress und Erholung, Bewegung und Ernährung. Das Programm ergänzt die ärztliche Abklärung und Behandlung, ersetzt sie aber nicht.

Vereinbaren Sie Ihren Termin online oder melden Sie sich telefonisch bei mir unter 0176 – 2017 1833.

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FAQ

Häufige Fragen zu Spannungskopfschmerzen

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir gern, ich antworte persönlich.

Zum Kontakt

An einem beidseitigen, drückenden oder ziehenden Schmerz von leichter bis mittlerer Stärke, der durch Alltagsbewegung nicht stärker wird und meist ohne Übelkeit verläuft.

Gelegentliche Spannungskopfschmerzen sind in der Regel kein Grund zur Sorge. Treten sie häufig auf oder verändern sie sich, sollten sie ärztlich eingeordnet werden.

Regelmäßiger Ausdauersport, Übungen für die Nackenmuskulatur, Entspannungsverfahren und Stressbewältigung. Akut kann Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen die Beschwerden lindern.

Wer Schmerzmittel an 15 oder mehr Tagen im Monat einnimmt, riskiert einen zusätzlichen Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch. Dann ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

Meist nicht. Bildgebung oder Labor sind nur nötig, wenn sich Hinweise auf eine andere Ursache ergeben.