Stress & Anspannung
Dauerhafte Belastung gehört zu den häufigsten Faktoren, die Spannungskopfschmerzen auslösen oder verstärken.
Wieder mit klarem Kopf durch den Tag gehen, ohne dass ein dumpfer Druck Sie begleitet: Beim Spannungskopfschmerz lässt sich oft schon mit gezielten Maßnahmen viel erreichen, häufig auch ohne Tabletten. Er ist die häufigste Kopfschmerzform überhaupt und wird gerade deshalb oft unterschätzt. Wenn er Sie regelmäßig ausbremst, lohnt sich ein genauer Blick. In der Sprechstunde in meiner Praxis für Neurologie in Düsseldorf nehme ich mir Zeit, Ihre Kopfschmerzen sicher einzuordnen und gemeinsam mit Ihnen einen Weg zu finden, der in Ihren Alltag passt.

Typisch ist ein dumpf-drückender oder ziehender Schmerz auf beiden Seiten des Kopfes. Viele beschreiben ihn wie ein zu enges Band oder einen Helm. Die Intensität ist leicht bis mittelstark, und anders als bei der Migräne verstärkt normale körperliche Aktivität die Beschwerden nicht. Übelkeit gehört nicht dazu. Eine Episode kann eine halbe Stunde, aber auch mehrere Tage dauern.
Man unterscheidet die episodische Form, die gelegentlich oder an bis zu 14 Tagen im Monat auftritt, von der chronischen Form an 15 oder mehr Tagen im Monat über mehr als drei Monate. Gerade wer häufig betroffen ist, sollte die Kopfschmerzen ärztlich einordnen lassen.
Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht jeder häufige Kopfschmerz ist ein Spannungskopfschmerz. Migräne, ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch und andere Ursachen müssen erkannt werden, denn sie werden anders behandelt.
Gegen gelegentliche Spannungskopfschmerzen greifen viele zu einer Schmerztablette. Das ist zunächst in Ordnung. Werden Schmerzmittel aber zu häufig genommen, können die Kopfschmerzen sogar häufiger werden – der sogenannte Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Deshalb setzt eine gute Behandlung früher an.
Die aktuelle neurologische Leitlinie empfiehlt vor allem nicht-medikamentöse Maßnahmen: regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining, gezielte Übungen für die Nackenmuskulatur, Physiotherapie sowie Entspannungsverfahren und Stressbewältigung. Am wirksamsten ist oft die Kombination mehrerer Bausteine. Auch für die akute Situation gibt es eine Alternative zur Tablette: Pfefferminzöl, großflächig auf Stirn und Schläfen aufgetragen.
Bei der chronischen Form kann zusätzlich eine vorbeugende medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Ob das für Sie zutrifft, besprechen wir gemeinsam.
Dauerhafte Belastung gehört zu den häufigsten Faktoren, die Spannungskopfschmerzen auslösen oder verstärken.
Muskuläre Fehlbelastung, etwa durch langes Sitzen in einer Haltung, kann die Beschwerden begünstigen.
Auch fieberhafte Infekte gehören zu den bekannten Auslösern.
Werden Akutmittel zu oft genommen, können die Kopfschmerzen häufiger werden.
Ausführliches Gespräch, Kopfschmerztagebuch und neurologische Untersuchung, um die Form sicher zu bestimmen. Weitere Untersuchungen veranlasse ich nur, wenn sich Hinweise auf andere Ursachen ergeben.
Bewegung, Stressbewältigung und Übungen für die Nackenmuskulatur: Nicht-medikamentöse Ansätze bilden die Basis der Behandlung.
Ein bewusster Umgang mit Akutmitteln und, bei chronischem Verlauf, eine abgestimmte vorbeugende Therapie.
Viele Maßnahmen gegen Spannungskopfschmerzen wirken vor allem dann, wenn sie dauerhaft Teil des Alltags werden. Diese Gewohnheiten helfen dabei:
Wer Stress langfristig in den Griff bekommen möchte, braucht oft mehr als gute Vorsätze. Für Menschen, die ihre Gesundheit nachhaltig stärken wollen, biete ich deshalb ein individuelles Mentoringprogramm an. Über mindestens drei Monate begleite ich Sie mit wöchentlichen 1:1-Terminen per Video oder vor Ort und persönlichem Messenger-Support zwischen den Terminen. Gemeinsam entwickeln wir alltagstaugliche Routinen für Stress und Erholung, Bewegung und Ernährung. Das Programm ergänzt die ärztliche Abklärung und Behandlung, ersetzt sie aber nicht.
Vereinbaren Sie Ihren Termin online oder melden Sie sich telefonisch bei mir unter 0176 – 2017 1833.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir gern, ich antworte persönlich.
Zum KontaktAn einem beidseitigen, drückenden oder ziehenden Schmerz von leichter bis mittlerer Stärke, der durch Alltagsbewegung nicht stärker wird und meist ohne Übelkeit verläuft.
Gelegentliche Spannungskopfschmerzen sind in der Regel kein Grund zur Sorge. Treten sie häufig auf oder verändern sie sich, sollten sie ärztlich eingeordnet werden.
Regelmäßiger Ausdauersport, Übungen für die Nackenmuskulatur, Entspannungsverfahren und Stressbewältigung. Akut kann Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen die Beschwerden lindern.
Wer Schmerzmittel an 15 oder mehr Tagen im Monat einnimmt, riskiert einen zusätzlichen Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch. Dann ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Meist nicht. Bildgebung oder Labor sind nur nötig, wenn sich Hinweise auf eine andere Ursache ergeben.
Kostenfrei: ein neurologisches Thema verständlich erklärt, dazu Termine, Vorträge und Neues zu Buch und Online-Kursen.