Medikamente
Sie sind die wichtigste Säule. Etwa zwei Drittel der Patienten werden mit dem ersten Medikament anfallsfrei. Bei anderen ist eine Kombination aus Medikamenten nötig.
Anfallsfrei leben und den Alltag wieder ohne ständige Vorsicht gestalten: Das gelingt etwa zwei Dritteln der Menschen mit Epilepsie mit einer passenden medikamentösen Behandlung. Ein erster Anfall ist für Betroffene und Angehörige oft ein Schock, und danach stehen verständlicherweise viele Fragen im Raum. Als erfahrene Neurologin in Düsseldorf untersuche ich Sie sorgfältig, ordne den Anfall ein und bespreche mit Ihnen, was er für Ihren Alltag bedeutet und was nicht.

Ein epileptischer Anfall entsteht durch eine übermäßige, gleichzeitige Aktivität von Nervenzellen im Gehirn. Er kann sich ganz unterschiedlich zeigen, etwa als Zuckungen, als kurze Abwesenheit, als ungewöhnliche Wahrnehmung oder als Bewusstseinsverlust mit Verkrampfungen.
Nicht jeder Anfall bedeutet, dass es sich um eine Epilepsie handelt. Von einer Epilepsie spricht man, wenn das Gehirn dauerhaft dazu neigt, Anfälle ohne äußere Trigger auszulösen. Das ist der Fall nach mindestens zwei solchen Anfällen im Abstand von mehr als 24 Stunden, oder bereits nach einem ersten Anfall, wenn die Untersuchungen ein deutlich erhöhtes Risiko für weitere Anfälle zeigen.
Wichtig ist auch die Abgrenzung zu Ereignissen, die einem epileptischen Anfall ähneln können, etwa eine Ohnmacht oder ein nicht-epileptischer Anfall mit seelischer Ursache. Sie werden ganz anders behandelt.
Nach einem ersten Anfall ist eine sorgfältige Untersuchung entscheidend. Sie klärt, ob es ein einmaliges Ereignis war oder ob eine Epilepsie vorliegt. Neben dem ausführlichen Gespräch sind dafür zwei Untersuchungen zentral: ein EEG, das die elektrische Aktivität des Gehirns misst und möglichst zeitnah erfolgen sollte, sowie eine MRT des Kopfes innerhalb weniger Tage.
Sind EEG und MRT unauffällig, ist das Risiko für weitere Anfälle nicht relevant erhöht. Dann handelt es sich meist um einen einzelnen Anfall. Zeigen die Untersuchungen dagegen typische Veränderungen, kann bereits nach dem ersten Anfall eine Epilepsie festgestellt und eine Behandlung begonnen werden.
Sie sind die wichtigste Säule. Etwa zwei Drittel der Patienten werden mit dem ersten Medikament anfallsfrei. Bei anderen ist eine Kombination aus Medikamenten nötig.
Wirkung und Verträglichkeit der Behandlung werden im Verlauf überprüft und bei Bedarf angepasst.
Wirken Medikamente nicht ausreichend, kann ein epilepsiechirurgischer Eingriff infrage kommen. Die Abklärung dafür erfolgt in spezialisierten Zentren.
Ängste, depressive Verstimmungen oder Konzentrationsprobleme treten bei Epilepsie häufiger auf und gehören ebenfalls in die Behandlung.
Ein ausführliches Gespräch mit Ihnen und, wenn möglich, mit Augenzeug:innen. Ihre Beschreibung ist oft der wichtigste Schlüssel zur Diagnose.
Ein EEG direkt in der Praxis und eine MRT des Kopfes über unsere Kooperationspartner.
Gemeinsam entscheiden wir, ob und wie behandelt wird, und begleiten den Verlauf mit regelmäßigen Kontrollen.
Eine Epilepsie-Diagnose bringt Fragen mit sich, zu Beruf, Fahrerlaubnis, Sport oder Familienplanung. Viele Betroffene fürchten, ihr Leben nun stark einschränken zu müssen. Doch nicht jede Sorge ist berechtigt: Die aktuelle Leitlinie betont, dass Risiken ernst genommen, mögliche Gefahren aber auch nicht überschätzt werden sollen, um unnötige Einschränkungen zu vermeiden. Und die Aussichten sind oft gut: Mehr als die Hälfte der Menschen mit Epilepsie ist langfristig anfallsfrei, manche sogar ohne Medikamente. Ich bespreche mit Ihnen, was in Ihrer Situation wirklich wichtig ist.
Ein Anfall verändert den Blick auf vieles, aber er muss nicht Ihr Leben bestimmen. Gerne unterstütze ich Sie bei der Diagnostik und Behandlung von Epilepsie in Düsseldorf. Vereinbaren Sie gerne direkt online einen Termin oder melden Sie sich telefonisch bei mir unter 0176 – 2017 1833, damit wir gemeinsam Klarheit schaffen und die nächsten Schritte planen.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir gern, ich antworte persönlich.
Zum KontaktNein. Erst die Untersuchungen zeigen, ob ein erhöhtes Risiko für weitere Anfälle besteht. Sind EEG und MRT unauffällig, handelt es sich meist um ein einmaliges Ereignis.
Dauert ein Anfall länger als fünf Minuten oder folgen mehrere Anfälle aufeinander, ohne dass die Person dazwischen zu sich kommt, rufen Sie sofort den Notruf 112.
Ja. Auch bei einer Ohnmacht kann es zu kurzen Zuckungen kommen. Die Unterscheidung ist wichtig, weil beides ganz unterschiedlich behandelt wird.
Nach einem Anfall gelten zunächst Einschränkungen. Wie lange, hängt von der Art des Anfalls und den Untersuchungsergebnissen ab. Das besprechen wir individuell.
Kostenfrei: ein neurologisches Thema verständlich erklärt, dazu Termine, Vorträge und Neues zu Buch und Online-Kursen.